Was ist eine virtuelle Exkursion? Ein Leitfaden für Lehrer zur digitalen Erkundung
Virtuelle Exkursionen entwickeln sich schnell zu einer Möglichkeit, den Unterricht in Klassenzimmern zu verändern, indem sie die Grenzen des traditionellen Lernens überwinden. Sie ermöglichen es Lehrern, ihren Schülern mithilfe von Technologien, die das Erlebnis verbessern, aber nicht ablenken, eine Vielzahl unterschiedlicher Themen näherzubringen.
Schauen wir uns einmal genauer an, was sie sind, warum sie immer beliebter werden und wie Lehrer Low-Tech-Virtuelle Exkursionen ausprobieren können, bevor sie in vollständige VR-Headsets investieren.
Virtuelle Exkursionen für Kinder und Jugendliche
Virtuelle Exkursionen sind computergenerierte Touren, bei denen Schüler Orte erleben können, die sie physisch nicht erreichen können. Je nach VR-App kann das Erlebnis streng kontrolliert werden oder die Schüler können sich frei bewegen, beispielsweise durch die Galerien des Louvre.
Im Gegensatz zu traditionellen Medien, die im Bildungsbereich eingesetzt werden, wie beispielsweise Dokumentarfilme, ermöglichen virtuelle Exkursionen ein höheres Maß an Autonomie und bieten gleichzeitig ein spannenderes Erlebnis. Mit einigen Apps können Schüler durch den Amazonas-Regenwald spazieren oder sogar auf der Mondoberfläche stehen, während andere es ermöglichen, sich in der Umgebung zu bewegen, riesige Krater und Vulkane aus nächster Nähe zu erkunden oder heilige Tempel zu besuchen.
Wie sind virtuelle Exkursionen für den Unterricht hilfreich?
Einer der Hauptvorteile virtueller Exkursionen für Schulen und andere Bildungseinrichtungen ist die Tatsache, dass sie an jede Altersgruppe und jedes Fach angepasst werden können und gleichzeitig neugierigen Köpfen hervorragende Möglichkeiten bieten, verschiedene Umgebungen in einem pädagogischen Kontext zu erkunden.
Jüngere Kinder lernen möglicherweise mehr durch kurze und visuell ansprechende Ausflüge, während Mittelschüler davon profitieren, wenn sie durch den Besuch historischer Stätten mehr Kontext erhalten und anschließend abgefragt werden. Schüler der Oberstufe können hingegen noch tiefer in ihre Exkursionen eintauchen und virtuelle Labore ausprobieren, in denen sie chemische Reaktionen erforschen oder in einer sicheren Umgebung mit Säuren interagieren können.
Dies bietet nicht nur spannende Bildungsinhalte für den Unterricht, sondern weckt auch die Neugier und bietet großartige Möglichkeiten für Quizfragen und Diskussionen im Anschluss. Schließlich kann ein zweidimensionales Bild in einem Lehrbuch kaum mit einer 360°-Ansicht mithalten, bei der die Schüler das Gefühl haben, die Große Pyramide von Gizeh zu besteigen.
Schließlich sind virtuelle Exkursionen auch eine kostengünstige Lösung, die im Gegensatz zu einem Besuch im Smithsonian oder einer einwöchigen Reise nach Machu Picchu ein wesentlich geringeres Budget erfordert. Dadurch sind sie leichter zugänglich und bieten gleichzeitig eine größere Vielfalt, sodass sogar verschiedene Ecken der Erde am selben Tag besucht werden können.
So erstellen Sie eine virtuelle Exkursion
Das Beste daran ist, dass Lehrer virtuelle Exkursionen sogar ohne VR-Headsets oder komplexe Verfahren in ihren Unterricht integrieren können. Auch wenn damit vielleicht nicht das volle immersive Erlebnis geboten wird, kann es doch eine gute Möglichkeit sein, erste Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, wie die Schüler darauf reagieren. Hier sind einige Ideen, die Sie in Betracht ziehen können:
- YouTube-360°-Videos sind eine Fundgrube für Bildungsinhalte. Suchen Sie nach einem bestimmten Thema und fügen Sie am Ende Ihrer Suchanfrage „virtueller Rundgang” hinzu. Spielen Sie das Video dann auf Ihrem Projektor ab und lassen Sie die Schüler mit ihrer Maus oder ihrem Trackpad „umschauen”.
- Google Earth bietet ebenfalls viele interessante Funktionen. Mit den Diensten Voyager oder Maps Platform können Sie Schüler ganz einfach zu vorgefertigten Touren zu Sehenswürdigkeiten, Ökosystemen und sogar zum Mars einladen.
Verbessern Sie Ihre virtuellen Exkursionen mit VR
Wenn Sie bereits VR-Headsets wie VR-Bildungskits besitzen oder deren Anschaffung in Erwägung ziehen, finden Sie eine täglich wachsende Auswahl an Apps für virtuelle Exkursionen, die die meisten Fächer abdecken, darunter Kunst, Astronomie, Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Geografie, Geschichte, Mathematik, Sprachen, Physik, Technik und viele mehr. Diese Apps ermöglichen es den Schülern, mit einem vollständig immersiven 360°-Erlebnis durch eine Umgebung zu gehen, oft mit der Möglichkeit, mit ihrer Umgebung zu interagieren, und auf natürliche Weise zu lernen, was ihnen hilft, sich Dinge besser zu merken und sich wie nie zuvor zu engagieren.