Virtuelle, erweiterte oder doch gemischte Realität(Mixed Reality)?

Er war Oculus VR, sorgte für das neue Interesse in virtueller Realität, Pokémon GO, machte die augmentierte Realität zu einem weltweiten Phänomen, und nun scheint es, dass Apple gemischte Realität (Mixed Reality) zu den Massen bringen wird. Obwohl  Apple selbst von augmentierter Realität spricht, scheint ihre neue  Technologie in der Praxis, eher eine  Art gemischte Realität (Mixed Reality) zu sein. Macht es eigentlich etwas aus, wie man es nennt? Vielleicht liegen diese Dinge doch näher beieinander, als man denkt. Außerdem  wird Mixed Reality dieses Jahr auch ein Stück kostengünstiger.

Mira Prism

Die Hololens von Microsoft war das erste Vorbild der MR Technologie, das auch echt funktionierte. Der Preis von 3000 Dollar, war aber das größte Obstakel. Die Mira Prism ist wie eine  GearVR für Mixed Reality,  mit einer Preiskarte von 100 Dollar. Es ist ein  iPhone Halter,  mit einem durchsichtigen Bildschirm, auf dem man 3D Objekte vor den Augen sehen kann.

Mit der mitgelieferten Fernbedienung, wird es zu einem interaktiven  Produkt. Man braucht aber schon ein iPhone dafür, da das System (noch) nicht mit Android Geräten funktioniert. Genau wie die Hololens ist die Prism drahtlos, da die meiste Technologie sich im Smartphone und nicht im Halter befindet. Die Mira Prism sollte ab Ende 2017 im Einzelhandel erhältlich sein.

Das Apple ARKit ist kein System für augmentierte Realität

Augmentierte Realität oder AR ist einfach gesagt, das Wiedergeben von flachen Bildern, über dem normalen Bild, also eine Art Bild im Bild. Die Google Glass war beispielsweise,  eine AR Brille. Die Technologie von Apple, kann auch Bildtiefe wahrnehmen, durch den Einsatz von „Point Cloud”, einer großen Anzahl von Referenzpunkten in einer 3D Umgebung. In Kombination mit der doppelten Kamera auf einigen der iPhone-Geräte, kann man einfach Objekte in einem Raum platzieren. Das ist daher eigentlich Mixed Reality, eine avancierte Form von augmentierter  Realität. Die Tests mit dem ARKit sind vielversprechend und es scheint sicher nicht viel schlechter zu sein, als die viel teurere Hololens.

Wie AR doch VR sein kann

Der große Unterschied zwischen augmentierter Realität (AR)  und  virtueller Realität, ist das Erschaffen einer kompletten virtuellen. Bei AR sieht man eine zugefügte Lage über der Wirklichkeit, aber man bleibt in Kontakt mit der Wirklichkeit. Doch sieht man bei den diversen Testen mit dem  ARKit, dass man auch durch eine Art „magische Tür in eine virtuelle Welt eintreten kann, solange der Bildschirm komplett mit den computergenerierten Bildern bedeckt wird. Mit einem System, wie der  Mira Prism und der  Microsoft Hololens ist dies nicht möglich, da man immer eine Projektion auf einem durchsichtigen Stück Glas oder Kunststoff sieht.

Tiefes Schwarz, ist zum Beispiel nicht möglich. Mit einem Smartphone in einer  VR Brille, wie dem  Google Cardboard,  verschwimmt die Grenze zwischen AR und VR. Wenn man dann auch noch eine Positionsbestimmung hat, wie im ARKit,  und ein iPhone, dann gibt es eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen augmentierter und  virtueller Realität. Apple scheint auch an einem AR (oder doch MR?) Headset, mit dem Namen „Mirrorshades”, zu arbeiten.

Gemischte Realität ( Mixed Reality)

Appel genießt momentan alle Aufmerksamkeit, aber sie sind sicher nicht die erste n mit dieser Technologie. Was macht die Konkurrenz und was können wir davon erwarten?

Hololens: Als andere Unternehmen mit tollen Geschichten über VR, AR und MR anfingen, beschloss Microsoft die Kuh bei den Hörnern zu nehmen und einfach ihren Prototypen halb-öffentlich an Entwickler zu verkaufen, für ganze 3000 Dollar. Hololens ist ein drahtloses  Mixed Reality Headset mit eingebautem  PC, der mit dem Betriebssystem Windows 10 arbeitet. Das System kann räumliche Tiefe erkennen, die Bedienung erfolgt mit Handbewegungen und es funktioniert wirklich. Nur die Auswahl an Software bleibt leider ein bisschen beschränkt.

Meta: Eine Hololens fürs kleinere Portmonee, das  ist  eine sehr einfache Beschreibung dieses Produktes. Für tausend Euro, kann man die meisten Dinge, die wir auch von der Hololens kennen, tun. Leider ist das Entwicklungstempo nicht konkurrenzfähig, im Vergleich mit den großen Marken.

Tango: Das MR Projekt von Google war und bleibt vielversprechend, leider gibt es nicht einmal eine Hand voll von Geräten, die damit arbeiten können. Dies ist der wohl direkteste Vorläufer des ARKits von Apple, mit Tiefenerkennung auf einem mobilen Apparat. Genau wie bei der Google VR Plattform Daydream, ist es leider so, dass es zu wenig Hardware gibt, die die Versprechen der Software wahr machen kann.

Magic Leap: Dieses Unternehmen besteht nun seit 7 Jahren und ist mittlerweile 1,5 Milliarden Dollar wert.  Eine ziemlich große Leistung, wenn man bedenkt, dass es keinen öffentlichen Prototypen gibt, man keine Sicht auf das Produkt hat und nicht einmal bekannt ist, wie das Produkt aussehen wird. Wir hoffen das Beste, aber  Magic Leap wird vielleicht das größte  “Vaporware” Produkt, das (nicht) aus Silicon Valley gekommen ist.

Warum Apple es wahr machen kann

Es ist ganz einfach: Penetration des Marktes. ARKit ist eine Software Plattform, die nicht nur auf den neusten  Modellen des iPhone, aber auch auf den zwei vorherigen Generationen iPhones und iPads unterstützt werden wird. Damit gäbe es kein einziges  AR oder MR Produkt, mit so vielen aktiven Nutzern. Genau wie  Apple den MP3-Spieler Markt und später den Smartphone Markt übernommen hat, richten sie nun Ihre Pfeile auf augmentierte  Realität. Ist  Tim Cook doch auch ein Visionär wie Steve Jobs?

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