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Simula One: das linuxbasierte VR-Headset für den Arbeitsplatz

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SimulaVR kündigte eine Kickstarter-Kampagne an, die im Januar 2022 starten soll. Die Kampagne zielt darauf ab, ein Linux-gestütztes Virtual Reality Headset im Retro-Design zu finanzieren. Zielgruppen sind Office-VR und technische Anwender in Unternehmen.

SimulaVR entwickelt eine neue VR-Kategorie für das Büro

Das Startup SimulaVR, bekannt für seine VR-Computing-Plattform, kündigt eine Kickstarter-Kampagne für Januar 2022 an, mit der ein auf das Büro fokussiertes VR Head Mounted Display namens Simula One finanziert werden soll. SimulaVR hat wahrscheinlich zur Kenntnis genommen, wie das Crowdfunding seitens Oculus begonnen hat; das kürzlich finanzierte französische Lynx R-1; und jetzt das Arpara 5K VR-Headset, das sein Finanzierungsziel innerhalb von 15 Minuten überschritten hat.

SimulaVR positioniert sich seit seinem Start mit der Vision, dass VR nicht nur für Gamer und Medienkonsumenten geeignet ist. Sondern auch für die Büroumgebung. Reality-Geräte werden die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändern: Wir glauben, dass VR im Büro zur Norm werden kann, weg von Laptops und PCs. Darüber hinaus zielt SimulaVR mit dem Linux-Betriebssystem und einem Retro-Design, das an frühe Computer für den Heimgebrauch wie Magnavox Odyssey, Atari 2600 und Apple II erinnert, auf ein technik- und entwicklungsorientiertes Publikum.

vr expert - pc vr

Technische Daten des SimulaVR-Headsets

  • Prozessor: Gerüchten zufolge handelt es sich um den Intel NUC der 12. Generation.
  • Display: Zwei 2.448 x 2.448 High-Fidelity-Panels (eines pro Auge) mit 90 Hz.
  • Optik: Spezielles 3-Linsen-Design (nicht-Fresnel) mit 36,2 Grad diagonalem FOV pro Auge und PPD100.
  • Tracking: 6DOF Inside-Out Body- und Face-Tracking über Ultraleap.
  • Kamera: Headset-Kameraansicht, um die Umgebung während der Arbeit zu sehen.
  • Konnektivität: Bluetooth für den Anschluss von Tastatur und Maus.
  • Betriebssystem: Linux-basiert, SimulaOS.
  • Kompatibilität: Jede Anwendung auf dem Linux-Desktop, z. B. Firefox und LibreOffice.
  • Rendering-Technologie: Textspezialisiertes Rendering für klare Textqualität.
  • Einstellbarkeit: Augenabstand (IPD) von 55 mm bis 77 mm und „Augenabstand“ zwischen 13 mm und 17 mm (für Brillenträger).

Was Büro-VR mit sich bringt

Der Schwerpunkt von SimulaVR liegt eher im technischen Bereich, da das Unternehmen darauf abzielt, mit Linux betriebene Laptops (die üblicherweise zum Programmieren verwendet werden) im Büro durch sein VR-Angebot zu ersetzen. Interessanterweise positioniert SimulaVR in einem Unternehmensblog ein solches Gerät innerhalb einer neuen Realitätskategorie, die sie VRC oder Virtual Reality Computer nennen. Das Unternehmen versucht, einen neuen Blue-Ocean-Markt und eine neue Produktstrategie zu schaffen. Diese neue Produktkategorie ist tragbar und produktivitätsorientiert: VR wird von Videospielen und Unterhaltung auf Unternehmen und Büroaufgaben ausgerichtet. Wie SimulaVR schreibt, wird das Simula One „ein sehr leistungsfähiges Computererlebnis in Verbindung mit einem höheren PPD-Display als jedes andere tragbare Headset auf dem Markt bieten.“

Diese vermeintlich neue Produktkategorie berücksichtigt jedoch nicht die vielen anderen Reality-Geräte für Unternehmensanwendungen, wie z. B. den Marktführer für Extended Reality, Varjo. Ja, die Konkurrenz positioniert sich nicht direkt als VR-Computer für die Produktivität im Büro, sondern das Wertversprechen konzentriert sich auf Design, Produktentwicklung/Tests und Meetings im Allgemeinen.

Die Herausforderungen eines im Büro getragenen VR Head Mounted Displays sind nicht nur scharfer Text, Portabilität und Fenstermanagement. Es geht auch um Komfort und eine geringere Belastung der Augen, kombiniert mit nahtlosen XR-Funktionen wie Übergängen zwischen der virtuellen und der realen Welt. Wie Urho Kontorri, der Gründer von Varjo, in seinem Auftritt im VR-Experten-Podcast erklärte, ist Varjo bereits mit dem Aufbau einer Meeting- und Arbeitsumgebung innerhalb seines Ökosystems beschäftigt.

vr expert - varjo podcast

Schlussfolgerung

SimulVR verwirklicht seine Vision von Office-VR und kündigte für Januar 2022 eine Kickstarter-Kampagne für ein VR-Headset an, das sich an technische Entwickler und allgemeine Büroanwendungen richtet. Damit will sich das Unternehmen in einer neuen Produktkategorie positionieren, die es Virtual Reality Computer (VRC) nennt.

Es wird interessant sein zu sehen, wie die Kickstarter-Kampagne ausgeht. Und ob der Markt gut auf die VRCs reagiert.

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