Oculus Rift arbeitet mit drei Sensoren

Nach einem schwierigen Start versucht Oculus Schritt für Schritt als primäre Virtual Reality-Plattform zurückzukommen. Das neue Update für die PC-Software ist ein großer Schritt in die richtige Richtung mit der offiziellen Unterstützung von drei Sensoren, die endlich mit einem Oculus Rift-System “Room-Scale” VR ermöglichen.

Hochmut kommt vor dem Fall

Vor langer Zeit, im Jahr 2016, war Oculus das erste Unternehmen, das ein Virtual Reality-Headset der neuen Generation auf den Markt brachte. Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit und der Übernahme durch Facebook war das Ergebnis etwas enttäuschend. Man musste die virtuelle Welt mit einem Xbox Controller bedienen, man konnte auch im Bürostuhl sitzen bleiben, weil Laufen nicht möglich war. Mehr als ein paar Drehungen und Rutschen im Stuhl war auch nicht das Versprechen von VR. Als HTC ein paar Monate später mit einem eigenen HTC Vive auf den Markt kam, erhielt Oculus einem Tritt ins Hinterteil, da die Vive das “Lighthouse” -System verwendet, mit dem Ihre Bewegung im ganzen Raum genauestens verfolgt wird. Standard VR-Regler mit Tiefenberechnung wurden ebenfalls integriert. Das VR-Headset, das die Revolution ausgelöst hatte, verkaufte sich unter den Erwartungen, wodurch Facebook eine Menge Geld verlor, ohne eine klare Sicht auf zukünftige Einnahmen zu haben.

Oculus krabbelt zurück

In den letzten Monaten hat sich Oculus Rift langsam aber sicher selbst wiederbelebt. Palmer Luckey, der Gründer von Oculus VR, wurde dank seiner politischen Ansichten und nicht immer professionellen Handlungsweise unauffällig verdrängt. Der Gerichtsfall zwischen Zenimax und Facebook ist nicht sehr gut ausgegangen, wurde aber von der Öffentlichkeit bereits vergessen. Oculus entschied sich, nicht nur den Preis des Rift sondern auch den des Zubehörs zu reduzieren, während gleichzeitig intensiv an neuen Möglichkeiten in Kombination mit neuen VR-Controllern und einer Erfahrung in der Raumskalierung auf Basis mehrerer Sensoren gearbeitet wurde. Nach einigen experimentellen Programmen reicht ein Set-Up mit drei Sensoren aus, um eine vollständige 360-Grad-Abtastung zu erreichen. Sie können wählen, ob Sie sitzen oder stehen möchten. Jetzt sind Rift und Vive in der Hardware weitgehend gleichwertig, und der Kampf kann auf gleicher Ebene fortgesetzt werden.

Lighthouse von HTC Vive

Der Hauptvorteil des HTC Vive gegenüber dem Oculus Rift war das bahnbrechende Lighthouse-System. Auf der Basis von zwei Scannern wird ein kompletter Raum zu Ihrem Spielfeld. Die Technologie hinter dem Lighthouse-System funktioniert anders als die Rift-Sensoren, wodurch eine Anordnung mit drei Trackern nicht besser, sondern schlechter funktionieren würde. Dies liegt daran, dass die beiden Boxen abwechselnd wechseln, bei mehr Trackern verringert sich die Scanfrequenz pro Box. Lighthouse “bedeutet wörtlich übersetzt” Leuchtturm ” und das war auch die Inspiration für dieses System.

Room-Scale VR

Virtuelle Realität und Bewegungsfreiheit gehen Hand in Hand, sind aber nicht so selbstverständlich. Mit einer Google Cardboard oder Samsung Gear VR können Sie VR-Anwendungen nur von einem stationären Punkt aus betrachten. Alles geschieht um Sie herum, Sie können nicht frei herumlaufen. Mit einem Gamecontroller kann dieser Einschränkung in gewissem Maße Rechnung getragen werden, aber die Erfahrung ist noch viel eingeschränkter. Mit “Room-Scale” VR können Sie umhergehen, die Software kann genau verfolgen, wo Sie sich im Raum befinden und Ihnen eine Art “Holodeck” -Erlebnis bieten, genau wie bei Star Trek. Sie müssen jedoch die Möbel um Sie herum berücksichtigen, sowohl Oculus als auch HTC haben Sicherheitsmaßnahmen eingebaut, um Kollisionen und Stolpern zu minimieren.

Das Innere nach außen (Insideout)

Das Tracking des HTC Vive und des Oculus Rifts basiert auf dem “Outside-In” Tracking, d. h. die Registrierung erfolgt auf der Basis von externen Kästchen, die mit dem VR-Headset kommunizieren. Die Microsoft Hololens arbeitet mit Inside-Out-Tracking, so dass keine externen Kästchen mehr benötigt werden. Sie tun dies mit speziellen Tiefenscannern auf Basis der Microsoft Kinect-Technologie. Bereits im vergangenen Jahr zeigte Oculus einen Prototyp des Santa Cruz VR Headsets, eine kabellose Version des Rift mit Insideout-Tracking. Dieses Konzept ist jedoch noch nicht serienreif.

Mit Technologien wie den Sensoren in Microsoft Hololens und Googles Tango Mixed Reality-System könnten externe Tracker in Zukunft überflüssig werden, was die nächste Phase in Virtual Reality einleiten wird.

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