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Facebook wird zu Meta umbenannt und konzentriert sich auf den Aufbau des Metaverse

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Das amerikanische Unternehmen Facebook hat die Gründung einer neuen Hauptgesellschaft mit dem Namen Meta angekündigt. Alle Produkte von Facebook werden in Zukunft durch Meta kontrolliert werden. Diese Ankündigung wurde gestern von CEO Mark Zuckerberg bei Facebook Connect gemacht. Die Namensänderung unterstreicht den eigenen Fokus des Unternehmens auf den Aufbau des Metaverse. Schon bald soll auch die Oculus Quest in Meta Quest umbenannt werden.

Die diesjährige Facebook-Connect-Veranstaltung stand ganz im Zeichen des neuen Markenauftritts. Themen, die XR-Leute interessieren könnten, wurden nur kurz erwähnt und heruntergespielt. So kündigte Facebook beispielsweise das legendäre GTA San Andreas für Oculus Quest 2 an, was jedoch nur weniger als eine Minute der Veranstaltungszeit in Anspruch nahm. 

Ebenso wenig Zeit verschwendete Zuckerberg mit der Info, dass bald neue KI-gesteuerte Augmented Reality für Quest verfügbar sein wird, obwohl dies für Entwickler eine großartige Nachricht ist. Diese Themen wurden jedoch nur am Rande erwähnt. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag eindeutig auf der neuen Dachgesellschaft Meta.

Facebook hat mit der Einstellung seines neuen, auf VR/AR spezialisierten CTO Andrew Bosworth bereits die Weichen für Virtual Reality gestellt. Die Namensänderung von Facebook zu Meta ist jedoch das bisher deutlichste Signal für die Absicht des Unternehmens, sich voll und ganz darauf zu konzentrieren, das Internet, wie wir es kennen, durch das Metaverse zu ersetzen.

VR Expert Zuckerberg Meta

Zuckerberg will 10 Milliarden Dollar in das Metaverse investieren

Zuckerberg kündigte am Montag außerdem an, dass er 10 Milliarden Dollar in den Aufbau des Metaverse investieren werde. Er warnte davor, dass Facebook – jetzt Meta – in naher Zukunft nicht in der Lage sein würde, profitabel zu arbeiten. Das liegt daran, dass das Unternehmen jetzt stark auf die Entwicklung von VR und AR ausgerichtet ist.

Für den Moment wird sich bei Meta jedoch nicht viel ändern. Der neue Name wird keinen Einfluss darauf haben, wie das Unternehmen Daten nutzt und weitergibt. Auch die Social-Media-Kanäle Facebook, Instagram und WhatsApp bleiben von der Namensänderung unberührt.

Meta will neues Markenimage schaffen

„Im Moment ist unsere Marke so eng mit einem Produkt verbunden, das unmöglich alles repräsentieren kann, was wir heute tun“, sagte Zuckerberg, „geschweige denn in der Zukunft.“

VR Expert Facebook Connect Zuckerberg

Mit dem neuen Namen Meta will Mark Zuckerberg ein neues Markenbewusstsein schaffen. Der Name Facebook war noch zu sehr mit der Social-Media-Plattform verbunden, obwohl das Unternehmen inzwischen viel mehr als nur dieses eine Produkt anbietet. 

Die Akzeptanz von Virtual-Reality-Geräten war bisher jedoch begrenzt. Die Oculus-Quest-Headsets haben sich eher auf Spiele und Nischenanwendungen konzentriert. In der breiten Masse konnten sie sich bisher nicht durchsetzen. 

VR Expert Oculus Quest 2

Das soll sich nun mit dem neuen Namen Meta ändern, denn die Oculus-Geräte werden bald auch unter dem neuen Namen Meta Quest verkauft. „Wenn die Leute unsere Produkte kaufen, wollen wir, dass sie klar verstehen, dass alle diese Geräte von Meta kommen und sich an unsere Metaverse-Vision anlehnen“, so Andrew Bosworth.

Kritiker sehen Meta als Ablenkung

Möglicherweise hofft Meta auch, mit der Namensänderung die öffentliche Diskussion von seinem Unternehmen abzulenken. Das liegt daran, dass es in letzter Zeit eine Welle negativer Berichterstattung gab. Diese hingen mit den Enthüllungen der Whistleblowerin Frances Haugen zusammen. 

VR Expert Frances Haugen

Das Unternehmen wehrt sich gegen Vorwürfe, es habe Investoren und die Öffentlichkeit über sein Nutzerwachstum, seine Bemühungen zur Bekämpfung von Hassreden und Desinformation und die Art und Weise, wie die Plattform zur Organisation des Angriffs auf das US-Kapitol am 6. Januar genutzt wurde, getäuscht.

Meta wird sich wahrscheinlich auch den Fragen der Aufsichtsbehörden stellen und zeigen müssen, wie es die Privatsphäre der Nutzer in einem zukünftigen Metaverse schützen wird. 

Letztendlich wird der Aufbau des Metaverse Mark Zuckerberg eine Menge Geld kosten. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Investitionen auszahlen werden.

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