Die Facebook-Strategie mit VR und AR

Das Jahr 2016 war nicht gerade das beste Jahr für Facebook und den teuren Ankauf Oculus VR. Die Oculus Rift entpuppte sich als nicht so innovativ wie die HTC Vive, die Verkaufszahlen waren enttäuschend, Zenimax brachte Facebook vor Gericht und Gründer Palmer Luckey schien mehr mit Hillary Clinton Mobbing als mit Virtual Reality beschäftigt zu sein. Einige Monate später krabbelt Facebook langsam aus einem tiefen Tal heraus. Die Preissenkung der Rift und der damit verbundenen Accessoires scheint sich auf die Verkaufszahlen angemessen auszuwirken, aber auch Facebook experimentiert zunehmend mit Augmented Reality. Oder besser gesagt, sie nehmen all die netten Ideen von Snapchat und setzen sie in ihre eigenen Apps. Was macht Facebook gerade, und werden sie ein Comeback feiern?

Oculus eroberte Südkorea

HTC ging kurz nach seiner Einführung nach China, um für das Vive zu werben. Microsoft ist es in China vor kurzem gelungen, die Hololens durch die strengen Kontrollen der Regierung zu bekommen. Facebook schaut endlich über die Vereinigten Staaten und Europa hinaus und arbeitet jetzt mit der südkoreanischen Regierung zusammen, um die Rift bei der koreanischen Bevölkerung populär zu machen. In dieser Vereinbarung wird Facebook gemeinsam mit der Regierung zehn Start-Ups für AR und VR auswählen und unterstützen. Mit der dortigen fanatischen Gaming-Community ist das für Facebook sicherlich kein schlechter Zug.

Facebook VR Avatare kommen von Bitmoji

Es ist bekannt, dass Facebook kürzlich viele Features von Snapchat in ihre eigenen Apps eingebaut hat, jetzt stellt sich heraus, dass die VR Avatare auf dem Bitmoji bekannter Leute basieren, die wiederum aus Snapchat stammen. Die 2D-Bilder vertrauter Gesichter wurden per Software analysiert, um dann die 3D-Charaktere für die Facebook-Plattform zu entwerfen. Dies ist jedoch kein geheimes Leck, die Forscher selbst haben es offenbart.

Erstellen eigener Augmented-Reality-Effekte

Die AR-Effekte von Snapchat? Wir können sie auch auf Facebook sehen, sie haben sogar eine Camera Effects Developer-Plattform eingerichtet, die es jedem mit ein wenig technischem Wissen und Kreativität ermöglicht, neue Augmented Reality-Kameraeffekte zu entwerfen. Wir sind gespannt, ob Facebook bald eine spezielle Videobrille wie z. B. Spectacles von Snap Inc. auf den Markt bringen kann.

Chromecast für Gear VR

Vergessen Sie nicht, dass das Samsung Gear VR Headset auf Oculus Software läuft. Dieses bescheidene Headset war das erste auf dem Minecraft VR funktionierte, das erste, das einen softwarebasierten Trick zur Erhöhung der Auflösung erhielt, und nun war es das erste mit der Möglichkeit, VR-Bilder über Chromecast auf einem Fernseher darzustellen. Mit einem Rift kann dies natürlich auch über einen PC-Monitor realisiert werden, aber es ist wieder eine nette Ergänzung zu den Möglichkeiten des beliebtesten VR-Headsets (Google Cardboard eben nicht mitgezählt).

Neue 360 Grad Kameras

Google hat einmal das JUMP Kamerarigg für GoPro-Kameras entwickelt, um die Qualität von VR-Videos zu verbessern. In diesem Jahr präsentiert Facebook zwei neue 360-Grad-Kameras, eine einfache Version mit 6 Kameras in Kugelform und eine Version mit bis zu 24 eingebauten Kameras. Die neuen Modelle können 3D-Aufnahmen mit “sechs Freiheitsgraden” machen, d. h. Sie können sich mit Ihrem Körper bewegen und im Video umschauen. Facebook wird die Kameras nicht selbst verkaufen, sondern arbeitet mit verschiedenen Hardware-Herstellern zusammen. (Siehe auch: Facebook Spaces und soziale Interaktion in VR)

Facebook hat die Schlacht noch nicht aufgegeben, werden wir sehen, ob das Jahr 2017 ein erfolgreiches Jahr für Mark Zuckerberg und seine Kollegen wird.

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